Der behinderte Nazi

Dicke Luft im Luftschloß Peitl! Schon einmal, im September 2010, hatte sich Hans-Georg Peitl darüber beschwert, dass ihm „aus Gründen seiner Behinderung“ – offensichtlich (hier gesichert) ein psychopathologisches Problem – in der FPÖ keine Chance zur Mitarbeit gegeben wird (Original gelöscht, Google Cache hier und hier lokal gesichert). Peitl hatte sich dennoch nicht davon abhalten lassen sich der FPÖ anzubiedern, was von FPÖ-Funktionären mit erfrischender Offenheit kommentiert wurde.

Einen neuen Höhepunkt erreichte Peitls brown nosing, als er seine „Freiheitlichen Christen Österreichs“ als „Partner der FPÖ“ anpries (Original gelöscht, Google Cache hier und lokal hier gesichert), das aber nun dürfte selbst der FPÖ zu weit gegangen sein, auf anwaltlichen Druck musste Peitl diese Passage widerrufen (Original, hier gesichert). Es wäre aber nicht ein echter Peitl, würde er sich mit seiner Stellungnahme nicht noch weiter in die Bredouille reiten, er führt aus: „wir sind Unitarier“.

Das ist ein interessantes Outing, haben deutsche Gerichte doch festgestellt, dass es rechtens ist, einem Unitarier-Funktionsträger „braune Sektenerfahrung“ nachzusagen (OLG Hamburg vom 03. März 2000, GZ 7 U 69/99), weiters dass die Qualifizierung „Nazi-Sekte“ für Unitarier zulässig wäre (OLG Hamburg vom 31. Oktober 1991, GZ 3 U 22/91). Das dürfte Peitl entgangen sein, ebenso wie die Eigendefinition der Unitarier, aus der hervorgeht, dass es sich bei dieser Bewegung um eine nicht-christliche handelt.

Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, schreibt der behinderte Nazi Peitl heute, dass es sich bei seinen „Freiheitlichen Christen Österreichs“, gar nicht um eine politische Partei, sondern um eine Glaubensgemeinschaft handeln würde (Original, hier gesichert), die auch nicht vorhaben würde bei Wahlen anzutreten. Das war allerdings vor wenigen Wochen noch ganz anders, der behinderte Nazi Peitl hat nicht nur den Nichtuntersagungsbescheid des BMI verlautbart (Original, hier gesichert), sondern auch damit begonnen Unterstützungserklärungen für ein Antreten zur Nationalratswahl 2013 zu sammeln. Und es hat immerhin eine Person unterzeichnet – er selbst (Original, hier gesichert).

Und um die Distanz der „Freiheitlichen Christen Österreichs“ zur FPÖ zu unterstreichen verwendet Peitl nicht nur auf einer seiner Webseiten nach wie vor das Logo der FPÖ (Original, hier gesichert), sondern auch auf den Facebook-Seiten ein Photo des FPÖ Obmann Heinz-Christan Strache (Original, hier gesichert). Eine Distanzierung sieht anders aus. Eine seltsame Mischung aus Mitleid und Verachtung greift um sich, wenn man den Ausführungen des behinderten Nazi Peitl längere Zeit Aufmerksamkeit widmet…