Randnotizen

Manches ist für einen Tweet zu lang, für einen Blogeintrag aber zu kurz.
Daher fasse ich künftig hier chronologisch aufsteigend kurze Notizen über jene zusammen, die mir am Rand unserer Gesellschaft auffallen – unregelmäßig aktualisierte Randnotizen sozusagen ;)

17. Feber 2015

Dass rechts unten gerne üble Hetze Verbreitung findet, ist kein neues Moment. Auf dieser Seite weiter unten hatte ich Königshofer’s irren Biographen, den Betrüger und Hochstapler Tom Landon in dem Kontext erwähnt. Auf seiner Facebook-Seite hetzt der vorbestrafte Königshofer selbst unter Zuhilfenahme von offensichtlichen und schon lange aufgedeckten Fälschungen. Ebenso hält es die einschlägig vorbestrafte Jadwiga Maria Schatz-Sosnowski, der keine Falschmeldung zu dumm sein könnte, alsdass sie sie nicht unreflektiert weiterverbreitet. Dass der amtsbekannte nationalsozialistische Aktivist Ludwig Reinthaler bei den Fälschern fröhlich mitmischt, überrascht auch nicht wirklich.

Neu im Reigen ist der Welser Helmut Moser, ein Facebook-Freund von Königshofer und Reinthaler. Vor zwei Tagen verbreitete Moser auf Facebook die Behauptung, dass auf Grundlage der Sharia, also des islamischen Rechtes, einem achtjährigem Jungen als Strafe für den Diebstahl eines Brotes von einem Auto der Arm zerquetscht wurde. Mit nur zwei Mausklicks hätte Moser herausfinden können, dass diese haarsträubende Story seit mehr als zehn Jahren als Falschmeldung aufgedeckt ist. Jetzt könnte man einwenden, dass der durchschnittlich rechte Bodensatz der Herausforderung von zwei Mausklicks nicht gewachsen sei; das lasse ich im Fall Königshofer oder Reinthaler auch gerne gelten, Moser aber ist Herausgeber und Chefredakteur des Magazines „Einsatz“, welches der Eigendefinition zufolge eine „politisch unabhängige Zeitschrift für Sicherheit […] und Landesverteidigung“ sei. Quellenkritische Recherche und journalistische Sorgfaltspflicht sollten ihm also nicht fremd sein. Da er dennoch verhetzende Falschmeldungen verbreitet, gehe ich davon aus, dass er bewußt seine üble Hetze unter die Leute bringt.

01. Oktober 2014

Dass DDr. (alter Studienordnung) Franz-Werner-Franz (so genau weiß man das nicht) Königshofer nun eben trotz seines Pochens darauf, dass er Jurist sei, keine juridische Leuchte ist, hat er hinlänglich zur allerseitigen Erheiterung nachdrücklich bewiesen. Aktuell ist er damit zuwege sich auch als Historiker selbst zu demontieren. Vor etwa einem Monat hat sich die Webseite „Heimat ohne Hass“ unter dem Titel „Das seltsame Geschichtsverständnis von Werner Königshofer“ mit der Thematik auseinandergesetzt, was er auf Facebook gewohnt ranzig mit „Was kümmert das die Eiche …“ kommentiert. Gestern nun verbreitet Königshofer via Facebook einen Link zu einem Blog „Staatliche Selbstverwaltung“, betrieben von einem offensichtlich geisteskranken Peter Frühwald. Frühwald ist einer jener Irren, die die Existenz des Staates Deutschland in Frage stellen.

Im gegenständlichen, von Königshofer zustimmend verbreiteten Link, behauptet Frühwald wie folgt: „Vor einigen Tagen hat Russland eine Rede von Adolf Hitler nach 73 jahren freigegeben. Die Rede, die man uns in der Schule und an den Universitäten vorenthalten hat, bietet einen Historischen [sic!] Exkurs zum Zweiten Weltkrieg […]“. In Wahrheit sind das natürlich keine neuen Erkenntnisse, sondern es handelt sich um Auszüge aus Hitlers Kriegserklärung an die USA vom 11. Dezember 1941, eine Rede die in voller Länge jedem Interessierten schon immer zur Lektüre verfügbar war und ist. Ein Historiker – wie angeblich Königshofer einer ist – weiß das auch. Der „Historiker“ Königshofer muß auch wissen, dass Frühwalds Version manipulativ und Hitler exkulpierend gekürzt und entstellt ist. Dass ausgerechnet jene Passagen fehlen, in denen Hitler über Juden ausführt: „[…] Angehörigen desselben Volkes, das wir als eine parasitäre Erscheinung der Menschheit in Deutschland bekämpften und […] zu entfernen begannen.“ ist kein Zufall.

Auch kein Zufall ist es dann, dass ihm in einem Kommentar auf Facebook der amtsbekannte nationalsozialistische Aktivist Ludwig Reinthaler beispringt und sich darob echauffiert, dass man den Holocaustleugner Wolfgang Fröhlich verurteilte. Wenigstens verkneift sich Königshofer bei diesem Kommentar ein „Like“ – ob ihm das schwer gefallen ist, darf sich meine p.t. Leserschaft selbst ausmalen…

13. August 2014

Eine Krux mit dem rechten Bodensatz ist es, dass das Gros aus bildungsfernen Schichten stammt und sich dennoch ständig über den Bildungsstand von Asylwerbern und Zuwanderern echauffiert. So hat sich beispielsweise heute auf Facebook honk salmhofer darüber erregt, dass ich im Bezug auf ihre beiden lebenden Kinder die Bezeichnung „Bastarde“ verwendet habe. Der bekennenden Nationalsozialistin honk salmhofer springen andere Rechtsaußen auf Facebook bei, die sich darob erregen, dass ich den Hörschinger Neonazi Martin Tarsoly ebenfalls als Bastard bezeichne. Um das Bild abzurunden: auch Gregor Ulrich, Spießgeselle des Hochstaplers und Haßprediger Hans-Georg Peitl ist eigenen Angaben zufolge ein Bastard, er selbst erzählt, dass seine Mutter angeblich einen gewissen Hang zur Promiskuität hatte, vielleicht lebt Ulrich deshalb ein ICD-10 F52.0 aus, wer weiß?

Im Grunde ist das im Europa des 21. Jahrhundert aber kein wirkliches Stigma mehr, da aber ebengerade Obgenannte für sich in Anspruch nehmen die völkische Elite darzustellen wird das nun eben thematisiert; weiters mahnen sie ein, dass Asylwerber und Zuwanderer „a gscheits Deitsch“ beherrschen möchten. Eventuell hängt es also mit einer offenbar permanent niederen Frustrationstoleranz zusammen, dass ebenjener rechte Bodensatz selbst kaum in korrektem Deutsch zu artikulieren in der Lage ist. Und so kommt es dann auch, dass so schöne alte deutsche Wörter wie beispielsweise das wertneutrale „Bastard“ in der Bedeutung des Wortkernes nicht geläufig sind, sondern milieubedingt abwertend verstanden werden. Ich halte mich an das Österreichische Wörterbuch des Bundesverlages, das ist mir verbindlich genug. Ich würde die Betroffenen ja auch nach dem Codex Iuris Canonici als irregulares ex defectu umschreiben, aber eh wissen … bildungsferne Teutschdümmler… ;)

01. August 2014

Einen besoders perfide verhetzenden Ausfall leistet sich Königshofers Biograph Tom Landon auf Facebook. Landon postet ein Video, in dem zu sehen ist, wie zwei Schwarze eine Weiße überfallen und berauben. Landon zufolge sind die beiden Täter am Weg zum Arbeitsamt in Parchim, einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern, gewesen und er fordert die Todesstrafe für die beiden Täter. Folgerichtig lassen seine Follower dann in den Kommentare auch jede Contenance missen, beispielsweise hier: „was für dreckige arschratten….ich würde euch erledigen ihr drecksbimbos..und noch immer setzen sich die grünen arschlöcher für solche schweine ein…“ – was wiederum von Tom und Sabine Landon geliked wird.

So weit, so schlecht. Mit nur zwei Mausklicks läßt sich der wahre Hintergrund der Geschichte herausfinden: der Überfall fand im New Yorker Stadtteil Brooklyn statt – und nicht wie von Landon behauptet im ostdeutschen Parchim. Beide Täter sind bereits gefaßt. Was Landon hier also inklusive der Forderung nach der Todesstrafe verbreitet ist übelste Hetze, daß er die ungustiösen Kommentare dazu mit „Gefällt mir“ versieht zeigt ganz eindeutig, dass Königshofer ein goldenes Händchen hatte und genau den zu ihm passenden Biographen auswählte.

28. Juni 2014

Als hätte es noch einen weiteren Beleg für die sehr bescheidenen intellektuellen Fähigkeiten des amtsbekannten nationalsozialistischen Aktivisten Ludwig Reinthaler gebraucht, er liefert ihn frei Haus. Reinthaler repostet in sein Facebook-Profil eine jener unsäglichen Dummheiten, die schon seit langem durch die rechtsextreme querulatorische Reichsbürgerbewegung geistert: Deutschland (in diesem Fall Österreich) sei kein Staat, sondern lediglich ein Unternehmen und daher wären die drei Staatssäulen illegitim. Die daraus gelegentlich entstehende wunderbare Situationskomik kann man ergoogeln, beispielweise wenn solche Reichsdeppen versuchen einen Gerichtsvollzieher „festzunehmen“ oder bei Verkehrskontrollen selbsterstellte „Reichsführerscheine“ vorweisen.

Als Quelle dient dem alten Nazi Reinthaler, der sich bei den jungen nicht-Nazis „Identitäre“, also den dummen Jungs, einschleicht, ein reichlich dubioses Blog namens „Freies Österreich“. Das Blögchen wird in der Russischen Föderation publiziert und hat den gegenständlichen Artikel unter dem Titel „Ist die Republik Österreich eine Halluzination?“ veröffentlicht. Als Beleg für die krude These wird ein Eintrag Österreichs auf der Seite ukip.de angeführt, welche nicht etwa von einer anerkannten staatlichen Stelle betrieben wird, sondern von der Auskunftei Bisnode D&B Deutschland GmbH. Ein Eintrag dort bedeutet also genau gornischt, die blasen durch das Einpflegen von allen möglichen Daten nur ihre Datenbank auf. Der Argumentation des russischen Blogs folgend: Wenn nun Österreich durch die Eintragung in diese Datenbank sich plötzlich auflöst, dann können die Deppen dort ja mal nach der Botschaft der Russischen Föderation in Wien suchen – und *puff* schon hat sich die russische Vertretung aufgelöst!

26. Juni 2014

Knapp ein Jahr nach meiner Anzeige wurde das Verfahren wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung gegen den Hörschinger Neonazi Martin Tarsoly von der Staatsanwaltschaft Linz eingestellt. Tarsoly hatte Photos von seinem mit NS-Symbolik übersäht tätowierten freiem Oberkörper publiziert. Leider kam die Staatsanwaltschaft Linz zum Schluß, dass es wohl nur ein Versehen war, dass ausgerechnet diese Symbole tätowiert wurden, zumal diese „gegenüber dem muskulösen und durchtrainierten Oberkörper in den Hintergrund treten“. Jetzt mal abgesehen davon, dass sich mir nicht erschließt, was an dem Zniachtl „muskulös und durchtrainiert“ sein soll, steht es wohl ausser Frage, dass man sich nicht ein Dutzend SS-Runen und einen Kriegsverlierer versehentlich tätowieren läßt.

Der Oberste Gerichtshof hat schon im Feber 2010 die Strafbarkeit dieser Symbolik festgestellt, die qualifizierte Öffentlichkeit war gegeben, was also die Staatsanwaltschaft Linz davon abhielt den Neonazi Tarsoly zu belangen ist gerüttelt schleierhaft. Aufgefallen war mir Tarsoly erstmals, als er Administrator jener Facebook-Gruppe wurde, die den zeitweise suspendierten Schärdinger Polizisten Alois Redinger hofierte, der sich als auf die Repulik vereidigter Beamter nicht zu blöde war die Bundeshymne zu verunstalten; dass Tarsoly der Sohn des amtsbekannten nationalsozialistischen Aktivisten Ludwig Reinthaler ist wusste ich nicht, aber dieses soziale Umfeld spricht nicht eben dafür, dass die angezeigten Tätowierungen ohne Hintergedanken gestochen wurden.

05. Juni 2014

In der „geheimen“ Facebook-Gruppe „Die soziale Heimatpartei: Freiheitliche Partei Österreichs“ meldet sich Gerhard Glatz mit einer Lesempfehlung zu Wort. Glatz ist eine jener dubiose Figuren aus dem Umfeld des Werner-Franz-Werner (?) Königshofer. Politisch wechselt Glatz die Parteizugehörigkeit wie andere Leute die Socken, nach einer Kandidatur für die FPÖ scheiterte er zuletzt mit dem „Team Stronach“. Beruflich ist Glatz als bemerkenswert naiver Vorstand und Aufsichtsrat im AMIS-Prozess in Erinnerung. Als Zeuge fiel er auch durch nebulöse Andeutungen auf, dass sein Leben in Gefahr sei, wobei er aber jeden Beleg hiefür schuldig blieb.

Und wie oben angeführt promoted die gescheiterte Existenz Glatz in einer „geheimen“ FPÖ-Gruppe auf Facebook ein Pamphlet des antisemitischen Verschwörungsmystiker Karl Steinhauser mit Titel „EG – Die Super-UdSSR von morgen“, ein angeblicher „Tatsachenbericht“ über die „totalitäre Machtergreifung der Geheimpartei der Freimaurerei in Europa“. Steinhauser ist ein verwirrter alter Depp, der sich in seinem wirren Geschreibsel zur Behauptung versteigt, Freimaurer hätten den NS-Völkermord an den Juden geplant und durchgeführt. Angesichts der gewaltsamen Unterdrückung der Freimaurerei durch die Nationalsozialisten und der hohen Zahl von in Konzentrationslagern ermordeter Freimaurer ist das eine besonders perfide Behauptung – mit der man aber offenbar in „geheimen“ FPÖ-Gruppen nicht weiter auffällt.

03. Juni 2014

Kein Wort verliert der Hochstapler und Haßprediger Hans-Georg Peitl über den desaströsen Wahlausgang für die REKOS bei der Wahl zum EU-Parlament am 25. Mai 2014. Wie brüchig und kurzlebig Peitls Loyalität ist, zeigt sich schon einen Tag nach der Wahl: Am 26. Mai 2014 fabuliert er, dass die bulgarische GERB die Ursprungspartei seines Hirngespinstes und CDU/CSU und ÖVP Schwesterparteien wären. Wie erwartet dementieren alle erwähnten Bewegungen auch nur am Rande irgendwas mit Peitl zu tun zu haben.

Ebenfalls am 26. Mai 2014 plaudert Peitl aus, dass sein Spießgeselle, der an Impotentia concupiscentia leidende Gregor Ulrich, als „Wahlbeisitzer für die ÖVP im Wahleinsatz“ gewesen sei. Nachgefragt versichert die ÖVP Wien, dass man über Ulrichs Zusammenwirken mit Peitl nicht informiert war und dass es in der ÖVP nicht die Norm sei, wegen Verhetzung und Verleumdung Polizeibeamter amtsbekannte Muttersöhnchen zu engagieren.